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LinkedIn ist mit weltweit über 650 Millionen Anwendern, in insgesamt 193 Ländern, das größte Business Netzwerk der Welt. Allein in der DACH—Region (Deutschland, Österreich und der Schweiz) gibt es 14 Millionen mehr oder weniger aktive Nutzer (Stand: 07.2020). Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass LinkedIn als Werbeplattform immer stärker genutzt wird und inzwischen immer mehr Anzeigen-Formate unterstützt werden. In diesem Guide stellen wir Dir sämtliche LinkedIn Ads Bannerformate, Bannergrößen sowie Targeting-Möglichkeiten im Detail vor. Am Ende gibt es noch einmal kompakt die Vor- und Nachteile von LinkedIn Ads.

LinkedIn Anzeigenformate und Bannergrößen

Zu Beginn gehen wir auf die 10 Anzeigenformate von LinkedIn ein. Dafür haben wir die relevanten Spezifikationen (mit entsprechenden Empfehlungen) aufgeführt, wenn möglich haben wir direkt ein visuelles Beispiel eingebaut, verlinken hin und wieder auf weiterführende Informationen und wenn das nicht reicht, gibt es gelegentlich auch Videos. Mehr geht nicht.

Bildanzeigen – Single Image Ads

Die klassische Bildanzeige (Single Image Ad) ist, nach internationalen Umfragen, das effektivste Anzeigenformat bei LinkedIn. Insgesamt 29%, der befragten Marketingexperten und Agenturen, haben für die Bildanzeige gestimmt und das zu Recht! Die Anzeigen erscheinen direkt im LinkedIn Newsfeed und können damit zum echten Blickfang werden. Logischerweise hat das Bild, gefolgt von der Überschrift, hierbei den größten Einfluss auf die Klick- sowie Interaktionsrate und sollte entsprechend Aufmerksamkeit erregen. Nichts ist schlimmer als ein langweiliges Anzeigenbild. Hier ist Kreativität gefragt und idealerweise werden immer verschiedene Motive gegeneinander getestet (A/B-Testing).

Das Anzeigenformat besteht aus den nachfolgenden Elementen:

  • Name der Anzeige (optional): Maximal 255 Zeichen und dient lediglich zur Orientierung im Werbekonto.
  • Der Einleitungstext: Maximal 600 Zeichen, allerdings wird der Text nach circa 150 Zeichen abgeschnitten und durch einen „mehr anzeigen“-Button ergänzt. Die ersten 150 Zeichen sollten also nicht vergeudet werden!
  • Anzeigenbild: JPG, GIF oder PNG mit maximal 5MB. Animierte GIFs werden beim Hochladen allerdings in statische GIFs umgewandelt.
  • Bannergröße: Die maximale Bannergröße beträgt 7.680 x 7.680 Pixel. Idealweise verwendest du 7680 x 4320 oder 4320 x 4320 Pixel.
  • Überschrift: Maximal können 200 Zeichen verwendet werden. Sie sollten aber lieber nur 70 Zeichen verwenden, da die Überschrift ansonsten abgeschnitten wird.
  • Beschreibung: Verwenden Sie idealerweise bis zu 100 Zeichen, damit der Text hier nicht abgeschnitten wird. Maximal können Sie 300 Zeichen verwenden.
  • CTA-Button: Einfach den passenden CTA (z.B. „Mehr erfahren“) auswählen.

Ergänzende Informationen:

  • URLs im Einleitungstext werden nach 23 Zeichen automatisch gekürzt bzw. in einen kürzeren Link konvertiert.
  • Horizontale Bilder, mit einem Seitenverhältnis von weniger als 1:1, werden sowohl auf Mobilgeräten als auch am Desktop ausgespielt (640 x 360 bis 7680 x 4320)
  • Quadratische Bilder, mit einem Seitenverhältnis von 1:1 (z.B. 1.080 x 1.080 Pixel wie bei Facebook), werden auf sämtlichen Endgeräten ausgespielt.
  • Vertikale Bilder, mit einem Seitenverhältnis größer als 1:1, werden ausschließlich auf Mobilgeräten angezeigt!
  • Beschreibung: Die Beschreibung wird heutzutage nur noch angezeigt, wenn das Bild weniger als 200 Pixel breit ist oder die Anzeigen über das LinkedIn Audience Network bereitgestellt werden (zusätzliche Option).

Beispiel Bildanzeige für LinkedIn

Beispielhafte Bildanzeige für LinkedIn Ads

Videoanzeigen

Der Video-Konsum in Deutschland liegt heutzutage bereits bei über 50 Minuten pro Tag – Tendenz steigend! Daher ist es kein Wunder, dass Videoanzeigen sich großer Beliebtheit erfreuen. Nutzer lieben Videos, was wahrscheinlich auch daran liegen kann, dass das menschliche Gehirn sehr effizienzgetrieben arbeitet und Videos bis zu 60.000x schneller verarbeitet werden können. Darüber hinaus zeigen diverse Studien zum Konsumentenverhalten, dass knapp 70% der Internetnutzer Videos, gegenüber reinem Text, bevorzugen.

Video Ads unterscheiden sich von Bildanzeigen im Grunde nur durch die fehlende Beschreibung. Wie fast überall starten die Videos automatisch, sind dabei jedoch stummgeschaltet. Im Büro macht sich Ton nicht immer gut, deshalb sollte man auf Untertitel setzen, damit die Botschaft trotzdem beim Nutzer ankommt. Hier findest Du die Spezifikationen für Videoanzeigen:

  • Name der Anzeige (optional): Maximal 255 Zeichen.
  • Der Einleitungstext: Maximal 600 Zeichen, allerdings wird der Text nach circa 150 Zeichen abgeschnitten und durch einen „weiterlesen“-Button ergänzt.
  • Videotitel: Verwenden Sie 70 Zeichen, damit der Titel nicht abgeschnitten wird (maximal 200 Zeichen möglich).
  • Video-Miniaturbild: JPG oder PNG, maximal 2 MB.
  • Länge: 3 Sekunden bis 30 Minuten, allerdings sind Videos mit maximal 15 Sekunden deutlich erfolgreicher. Alle weiteren Infos sollten Nutzer dann z.B. auf der Landingpage finden.
  • Dateigröße und Format: 75 KB – 200 MB in MP4-Format.
  • Audioformat: AAC oder MPEF4 mit weniger als 64 kHz.
  • Untertitel: Sollten, wenn möglich, immer verwendet werden und können hier separat hochgeladen werden.
  • Bildrate: Weniger als 30 Bilder pro Sekunde.
  • Auflösung & Seitenverhältnis: Die Breite muss zwischen 640 und 1.920 und die Höhe zwischen 360 und 1.920 Pixeln liegen. Wir empfehlen aber ganz klar horizontale Videos im Format 1.920 x 1.080 oder ggf. 1.200 x 675. Vertikale Videos werden nur auf mobilen Endgeräten ausgespielt.
  • CTA-Button und Ziel-URL.

Beispiel Videoanzeige mit LeadGen Form

Beispiel für eine Videoanzeige bei LinkedIn

Quelle: LinkedIn

Karussellanzeigen

Karussellanzeigen trumpfen nur in sehr speziellen Fällen gegenüber der Bildanzeige, zum Beispiel immer dann, wenn man einen Prozess oder mehrere Produkte vorstellen möchte. Hier gilt: Visuelles Storytelling. Man sollte den Blick der Nutzer ganz gezielt mit Grafiken, Personen und dynamischen Texten auf die Inhalte lenken. Am besten verwendet man zu Beginn 3-5 Bilder. Häufig wird hier ein zusammenhängendes Bild, in mehrere Elemente, aufgeteilt, um den Nutzer zum Weiterklicken zu motivieren oder eine Geschichte zu erzählen.

  • Name der Anzeige (optional): Maximal 255 Zeichen.
  • Einleitungstext: Maximal 150 Zeichen, damit der Text auf gewissen Geräten nicht abgeschnitten wird (max. 255 Zeichen).
  • Karten: Mindestens 2 und maximal 10 (Empfehlung: 3-5).
  • Vorgaben für die Karten: Maximal 10 MB in JPG, PNG und nicht-animierte GIFs, idealerweise 1.080 x 1.080 Pixel (maximal 6.012 x 6.012 Pixel). Die Bilder werden auf 312 x 312 skaliert und die Überschrift ist auf maximal 2 Zeilen beschränkt.
  • Die Karten können jeweils auf unterschiedliche Ziel-URLs weitergeleitet werden.
  • Achtung: Nach dem Speichern, können die Elemente nicht mehr bearbeitet werden!
  • Karussellanzeigen werden nicht im LinkedIn Audience Network ausgestrahlt.

Textanzeigen

Textanzeigen bestehen, wie der Name schon andeutet, aus einem Text und einem sehr kleinen Bild. Im Grunde können wir dieses Anzeigenformat nicht empfehlen, da die vormals genannten Anzeigenformate für LinkedIn deutlich bessere Ergebnisse realisieren und prominenter ausgestrahlt werden. Reine Textanzeigen werden auf der rechten Seite oder oben platziert und generieren, aufgrund der sehr geringen Klickraten, häufig nur Impressionen. Da wir eine Performance Marketing Agentur sind und Impressionen alleine gar nichts aussagen, würden wir hiervon die Finger lassen.

  • Anzeigebild: 100 x 100 Pixel (eher ein Icon).
  • Dateiformat und Größe: JPG oder PNG mit einer maximalen Größe von 2MB.
  • Überschrift: Maximal 25 Zeichen, inkl. Leerzeichen.
  • Beschreibung: Maximal 75 Zeichen, inkl. Leerzeichen.
  • Die Textanzeigen werden in den folgenden Größen ausgespielt: 300×250, 700×17, 160×600, 728×90 und 496×80.

Follower Ads

Wer mehr Follower für die eigene Unternehmensseite oder Fokusseite gewinnen möchte, kann sich an den Follower Ads ausprobieren. Follower Ads zählen bei LinkedIn zu den dynamischen Ads, da diese automatisch mit den Profildaten der Mitglieder gefüllt werden.

  • Anzeigenbeschreibung: Auswahl von vorgegebenen Optionen (werden automatisch übersetzt) oder benutzerdefinierter Text mit bis zu 70 Zeichen (inkl. Leerzeichen).
  • Überschrift: Auswahl von vorgegebenen Optionen (werden automatisch übersetzt) oder benutzerdefinierter Text mit bis zu 50 Zeichen (inkl. Leerzeichen).
  • Firmenname: Bis zu 25 Zeichen (inkl. Leerzeichen). Der Name des Unternehmens wird angezeigt, wenn ein Nutzer die Maus über das Logo bewegt.
  • Anzeigenbild: 100 x 100 Pixel (JPG / PNG). Zu kleine Firmenlogos werden unter Umständen verpixelt dargestellt und zu große Logos auf 100 x 100 Pixel skaliert.
  • CTA-Button: Einfach den passenden CTA (z.B. „Mehr erfahren“) auswählen.
  • „Unternehmen besuchen“-Button (Standard): Leitet Nutzer automatisch zur Unternehmens- bzw. Fokusseite. Man kann hier auch „Visit Jobs“ und „Besuchen Sie das Leben“ für eine Umleitung zur Unternehmenskultur auswählen.

Spotlight Ads

Das Spotlight Ad kommt, entgegen dem Namen, relativ unscheinbar daher und erinnern sehr stark an die ebenfalls dynamischen Follower Ads. Mittels des Spotlight Ads können Unternehmen personalisiert auf Produkte, Dienstleistungen sowie Veranstaltungen aufmerksam machen. Unserer Meinung nach eignet sich auch hier wieder das Anzeigenformat der Bildanzeige deutlich besser, aber es gibt immer mal wieder Ausnahmen und auch wir lassen uns gerne vom Gegenteil überzeugen! Spotlight Ads bestehen aus den folgenden Elementen:

  • Unternehmenslogo: 100 x 100 Pixel (JPG oder PNG).
  • Dateigröße: Maximal 2MB.
  • Hintergrundbild (optional): 300 x 250 Pixel, JPG oder PNG und max. 2 MB.
  • Überschrift: 50 Zeichen.
  • Beschreibung: 70 Zeichen.
  • Firmenname: 25 Zeichen
  • Call-to-Action: 18 Zeichen und Ziel-URL.

Beispiel Spotlight Ad von LinkedIn

Beispiel Spotlight Ad von LinkedIn

Quelle: LinkedIn

Stellenanzeige & Recruiting Ads

Stellenanzeigen sind, wenn man so möchte, die „Spezialität des Hauses“. Recruiting spielt bei LinkedIn, sowohl für Unternehmen als auch bei den Mitgliedern, eine große Rolle. Mit Stellenanzeigen Ads können Unternehmen gezielt auf offene Stellen aufmerksam machen. Mehr Infos zu dem Anzeigenformat „Recruiting Ads“ gibt es direkt bei LinkedIn – Spezifikationen:

  • Anzeigenüberschrift: Auswahl aus einer Liste vordefinierter Möglichkeiten oder individuelle Ansprache.
  • Unternehmensname: Max. 25 Zeichen.
  • Anzeigenbild / Logo: 100 x 100 Pixel.
  • CTA: Vordefinierten CTA auswählen.

Single Job Ad

Um ein Single Job Ad bei LinkedIn zu schalten, muss die zu bewerbende Stellenanzeige auf LinkedIn bereits erstellt / hinterlegt sein. Bei diesem Anzeigenformat kann man deutlich mehr Text unterbringen, anschließend aber „nur“ auf die LinkedIn Stellenanzeige verlinken. Hier gibt es eine Anleitung zu Single Job Ads von LinkedIn.

  • Einführungstext: Wie so oft 150 Zeichen, um das Abschneiden zu vermeiden und am Desktop maximal 600 Zeichen (Weiterlesen-Button).
  • Beruf: Hier kann man nach Schlüsselwörtern suchen, um dann auf die eigenen Stellenanzeigen zu verlinken.

Message Ads (ehemals "Sponsored inMail")

Message Ads sind ein sehr heikles Thema: Die Grundidee ist gut, aber die Ausführung in 99% der Fälle kontraproduktiv. Wie der Name schon vermuten lässt, können LinkedIn Mitglieder via Message Ad direkt im eigenen Postfach angesprochen werden. Nutzer bekommen also Anzeigen, die wie Nachrichten aussehen. Die Werbebotschaft muss demnach sehr relevant und perfekt auf die Zielgruppe zugeschnitten werden.

In der Realität sieht das leider anders aus. Als Agentur bekommen wir jede Woche Anfragen wie: „Hast du aktuell noch Kapazitäten für weitere Kundenaufträge oder bist du zurzeit vollkommen ausgelastet?“. Immer das Gleiche, unpersönlich und dazu noch unglaublich irrelevant. Ich verbuche entsprechende Anfragen direkt als Spam und bin damit sehr wahrscheinlich nicht allein. In vielen Fällen ist das (kostenlose) organische Networking hier deutlich effektiver und persönlicher, wenn auch langsamer und zeitaufwändiger.

Wenn Du dich dennoch an Message Ads ausprobieren möchtest, findest Du hier die Spezifikationen:

  • Anzeigenname: Bis zu 50 Zeichen.
  • Absender: Einen verfügbaren Absender auswählen oder einen neuen hinzufügen (Mitarbeiter im Unternehmen).
  • Betreffzeile: Bis zu 60 Zeichen, einschließlich Leer- und Interpunktionszeichen.
  • Haupttext: Maximal 1.500 Zeichen, inkl. Leer- und Interpunktionszeichen.
  • Klickbare Links: LinkedIn sieht hier 3 Links vor (Empfehlung)
  • Benutzerdefinierte Nutzungsbedingungen: Maximal 2.500 Zeichen.
  • CTA-Text: Bis zu 20 Zeichen, einschließlich Leerzeichen.
  • Bannerbild: 300 x 250 Pixel; PNG, JPG oder nicht animiertes GIF; max. 40 KB und Durchklick-URL (beim Klick auf das Bild).

LeadGen Forms

LeadGen Forms (Kontaktformulare) sind streng genommen kein eigenständiges Anzeigenformat. LeadGen Forms werden vielmehr mit Sponsored Content Anzeigen, Videoanzeigen oder Message Ads kombiniert, um Anfragen direkt über die Anzeige generieren zu können. Die Formulare werden automatisch mit den Profildaten der LinkedIn Mitglieder vorausgefüllt, weshalb sie deutlich höhere Absenderaten haben. Auf der anderen Seite ist die Qualität der Daten hier jedoch geringer, da Nutzer die Informationen selten im Detail ergänzen.

Die Formulare werden separat im Kampagnen Manager erstellt und können dann bei der Kampagnenplanung direkt ausgewählt bzw. zugeordnet werden. Die LeadGen Forms haben die nachfolgenden Vorgaben:

  • Formularbezeichnung: Bis zu 256 Zeichen.
  • Sprache: Einfach aus der bereitgestellten Liste die passende Sprache auswählen.
  • Angebotstitel: Max. 60 Zeichen.
  • Angebotsdetails: Max. 160 Zeichen, wird jedoch nach circa 70 abgeschnitten.
  • Formularfelder.
  • Bestätigungsnachricht.
  • CTA & Ziel-URL
  • Datenschutzrichtlinie: Muss hinterlegt werden – Benutzerdefinierter Text mit max. 2.000 Zeichen. Dabei geht es vor allem darum, was mit den gesammelten Leads (Daten) gemacht wird. Hier muss man sich unter anderem auch die aktive Zustimmung (Kontrollkästchen) der Nutzer einholen.
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LinkedIn Ads Kampagnenziele

Bei LinkedIn Kampagnen gibt es grundsätzlich 3 übergeordnete Kampagnenziele: (Brand) Awareness, Consideration und Conversions. Diese entscheiden darüber, welche Anzeigenformate verwendet werden können. Im nachfolgenden Abschnitt haben wir die Ziele deshalb einmal verständlich aufgeschlüsselt, denn nicht jedes Ziel macht in jeder Situation Sinn.

(Brand) Awareness

Eine Awareness Kampagne soll, wie der Name schon vermuten lässt, Aufmerksamkeit erregen. Es geht im Kern darum, dass mehr Personen etwas über Deine Dienstleistung, Produkte oder Dein Unternehmen erfahren sollen. Der Erfolg wird in der Regel anhand der Verbreitung (Impressionen) und Reaktionen gemessen und weniger an Leads oder Website-Besuchern. Awareness Kampagnen können, gerade bei Produktneueinführungen und ähnlichen Szenarien, durchaus sinnvoll und erfolgreich sein. Dafür sollte die Zielgruppe aber sehr gut abgegrenzt werden, um die Streuverluste auf das Minimum zu reduzieren und das Budget so effektiv wie möglich einzusetzen. Awareness Kampagnen können aber auch gut unterstützend, also als Teil einer umfassenden Online Marketing Strategie, eingesetzt werden.

Consideration

Consideration-Kampagnen unterteilen sich bei LinkedIn in „Website-Besuche“, „Engagement“ und „Videoaufrufe“. Entsprechende Kampagnen sollen also z.B. dazu führen, dass Nutzer die eigene Website, speziell angelegte Landingpages oder LinkedIn Eventseiten besuchen. Kampagnen werden dann Personen gezeigt, die am ehesten auf entsprechende Anzeigen klicken. Das Ausspielen der Anzeigen übernimmt natürlich der, im Hintergrund agierende, Algorithmus und nutzt dafür historische Verhaltensdaten. Wenn Du das Engagement erhöhen möchtest, werden die Anzeigen entsprechend an Nutzer ausgespielt, die am wahrscheinlichsten auf entsprechende Anzeigen reagieren. Wer mehr Videoaufrufe haben möchte, kann die entsprechende Ausrichtung direkt auswählen – Hier greift das gleiche Prinzip.

Conversions (Klare Empfehlung)

Reichweite und Website Nutzer sind schön und gut, aber am Ende des Tages zählen in vielen Fällen nur konkrete Anfragen, Verkaufsabschlüsse oder z.B. Leads. Einfacher gesagt: Conversions. Um dieses Kampagnenziel auswählen zu können, muss natürlich das Conversion-Tracking eingerichtet und mindestens eine Conversion definiert sein.

Bei LinkedIn wird zwischen der „Lead-Generierung“, „Conversion“ und „Bewerbungen“ unterschieden. In den meisten Fällen sind Conversions vorzuziehen, da diese selbst definiert werden können und in der Regel auf der eigenen Website stattfinden. Die Lead-Generierung erfolgt hingegen direkt bei LinkedIn, über sogenannte LinkedIn Lead-Formulare (Lead Gen Forms).

LinkedIn Zielgruppen

Der große Vorteil von LinkedIn Ads liegt in den Zielgruppen-Einstellungen (Targeting-Möglichkeiten). Für LinkedIn Ads gibt es diverse Einstellungsmöglichkeiten, auf die wir im nachfolgenden Abschnitt im Detail eingehen. Grundsätzlich wird hier zwischen „Zielgruppen“ und „Zielgruppenattributen“ unterschieden:

LinkedIn Ads Zielgruppen

Zielgruppen beziehen sich vor allem auf das Remarketing, also die erneute Ansprache von Besuchern der eigenen Website. Dafür muss aber der sogenannte LinkedIn Insight-Tag in die Website integriert werden (mehr dazu erfahren Sie direkt bei LinkedIn). Darüber hinaus können hier bereits angelegte Zielgruppen, z.B. aus vergangenen Kampagnen, bekannte Kontakte und Accounts ausgewählt werden. Unter „Lookalike“ versteht man hier, genau wie bei Facebook Ads, eine Zielgruppe, die sich im Verhalten (z.B. gemeinsame Interessen) einer bereits angelegten Zielgruppe ähnelt. Viel spannender sind hingegen die Zielgruppenattribute.

Zielgruppenattribute

An dieser Stelle entscheidet sich häufig, ob eine LinkedIn Kampagne erfolgreich verläuft und wie hoch die Streuverluste sind. Man könnte sagen, dass sich hier die Spreu vom Weizen trennt. Je besser ich meine Zielgruppe kenne und charakterisieren kann, desto besser die Ergebnisse. Ausgenommen davon sind natürlich Awareness Kampagnen, bei denen es in erster Linie um Reichweite und Aufmerksamkeit geht. Aber auch hier sollte man z.B. Branchen oder Interessen hinterlegen.

Unternehmen

KategorieBeispiel / Erklärung
BranchenEinzelhandel, Landwirtschaft oder Baugewerbe
FirmennamenSehr genaues Targeting einzelner Unternehmen
Unternehmens-FollowerDer Follower des eigenen Unternehmens
UnternehmensgrößeZum Beispiel 11-15 oder 5.001 – 10.000 Beschäftigte
UnternehmenskategorieZum Beispiel Fortune Global 500
UnternehmenskontakteDirekte Kontakte von Ausgewählten Unternehmen
Wachstumsrate des UnternehmensGemessen an der Mitarbeiterzahl

Demografische Daten

Hier muss man erst einmal, durch das Setzen eines Häkchens, bestätigen, dass LinkedIn nicht zur Diskriminierung verwendet wird. Anschließend kann man die eigenen Kampagnen auf verschiedene Altersgruppen (18-24, 25-34, 35-54 und 55+) ausrichten und ggf. nach Geschlechtern differenzieren.

Ausbildung

An dieser Stelle kann zum einen nach dem Abschluss (z.B. Bachelor) gefiltert werden und darüber hinaus nach konkreten Universitäten (z.B. Harvard), Berufsschulen und Studienfächern (Informatik, BWL, Marketing und Co.). Sinnvoll sind solche Einschränkungen, wenn es z.B. um Fort- und Weiterbildungen für spezifische Bereiche geht oder ein bestimmter Abschluss notwendig ist. Denkbar sind hier unter anderem aber auch Stellenanzeigen (LinkedIn – Single Job Ads) – eine besondere Stärke von LinkedIn.

Berufserfahrung

Das große Feld der „Berufserfahrung“ unterteilt sich weiter in die folgenden Bereiche:

  • Jahre an Erfahrung
  • Jobbezeichnung (z.B. Geschäftsführer, Entwickler, Vertrieb und Co.)
  • Karrierestufe (Berufseinsteiger*in, Berufserfahren, Unternehmensinhaber, etc.)
  • Kenntnisse (z.B. Projektmanagement oder Suchmaschinenoptimierung)
  • Tätigkeitsbereiche (z.B. Einkauf, Marketing oder Vertrieb)

Interessen und Merkmale

Bei den Interessen und Merkmalen der Zielgruppe wird weiter zwischen „Gruppen“, „Interessen der Mitglieder“ und „Merkmale der Mitglieder“ unterschieden. Die Gruppen sind dabei selbsterklärend. Bei den Interessen handelt es sich um vordefinierte Bereiche, wie beispielsweise „Finanzen und Wirtschaft“ oder „Marketing und Werbung“. Darüber hinaus können hier auch Produktinteressen (ausschließlich Software) ausgewählt werden. Unter „Markmalen“ verstecken sich dann noch Dinge wie „Im Ausland lebend“, „Jobsuchend“ oder „Vielreisende“. Dabei handelt es sich definitiv um sehr spezifische Merkmale, die aber bei der einen oder anderen Kampagne den Unterschied machen können.

Am besten stöberst Du hier einmal selbst und lässt dich inspirieren. Das gilt nebenbei bemerkt für alle Targeting- bzw. Zielgruppen-Einstellungen. Man sollte immer mal Änderungen an der Zielgruppe vornehmen, diese protokollieren und regelmäßig entsprechenden Auswirkungen, auf die Kampagnen-Performance, auswerten. LinkedIn empfiehlt dabei übrigens, dass man immer nur 2-3 Targeting-Kriterien auswählt und die Zielgruppe nicht zu stark einschränkt. Ein passendes Video, zu den Targeting-Möglichkeiten, gibt es dazu direkt von LinkedIn:

YouTube

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Vor- und Nachteile von LinkedIn Ads

LinkedIn Anzeigenformate kommen in vielen Facetten und resultierende Kampagnen bringen verschiedene Vor- und Nachteile mit sich. Grundsätzlich eignen sich LinkedIn Kampagnen immer dann, wenn die Zielgruppe gut beschrieben und bei LinkedIn vertreten ist. Idealerweise erstellt man hierfür eine Buyer Persona und überlegt sich im Vorfeld genau, wen man eigentlich mit der Kampagne erreichen möchte. Desto genauer die Zielgruppe beschrieben ist, desto geringer die Streuverluste. Die Vor- und Nachteile haben wir aber auch noch einmal kurz zusammengefasst:

Vorteile von LinkedIn Ads

  • Sehr detaillierte Targeting-Möglichkeiten.
  • Diverse Anzeigenformate.
  • Angemessener CPM (Tausender-Kontakt-Preis).
  • Hohe Sichtbarkeit im Newsfeed (z.B. Bild- oder Videoanzeigen).
  • Remarketing-Kampagnen dank Insight-Tag.
  • Anzeigenformate ermöglichen Raum für Kreativität.
  • Hohe Conversion-Raten.
  • Große Reichweite und Zugang zu Entscheidungsträgern.

Nachteile von LinkedIn Ads

  • Vergleichsweise hohe Klickpreise (Google Ads und Facebook sind hier in der Regel deutlich günstiger).
  • Die proaktive Ansprache bringt automatisch (größere) Streuverluste mit sich.
  • Einige Anzeigenformate (z.B. Message Ads) können schnell als Spam wahrgenommen werden.
  • Sehr fehleranfällig für Anfänger.

Damit nichts schief geht, haben wir hier noch einmal die LinkedIn Ads Werberichtlinien für Dich.

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